Inhalt
- Nordindien vs. Südindien: Ist Kerala das richtige Reiseziel für dich?
- 3 Tipps für deine Rundreise durch Kerala in Indien
- Fort Kochi: Culture Clash & Foodie Paradies in Kerala in Indien
- Munnar: Zwischen Teebergen & wilden Elefanten in Kerala in Indien
- Alleppey: Naturnahe Tour durch die Kerala Backwaters
- Weiterreiseoptionen in Kerala in Indien
- Meine Erfahrung: Als Frau durch Kerala in Indien
- Herrlich! Ehrlich?
Palmengrün, smaragdgrün, teeblattgrün, jadegrün – müsste ich Kerala in Indien in einer Farbe beschreiben, wäre es sicherlich Grün. Eine Farbe, die für mich eng verwoben mit Ruhe, Gelassenheit und Verbundenheit zur Natur ist. Von den bunten belebten Gassen Fort Kochis über das bergige von Tee- und Kardamomdüften durchströmte Inland rund um Munnar bis in die labyrinthartigen Kerala Backwaters von Alleppey erlebte ich eine Reise durch Südindien, die vor allem eines war: erholsam mit einer feinen Prise Abenteuer.
Reisedaten Südindien
Reisezeit: November 2025
Reisedauer: 3 Wochen
Unterkunftsart: Homestays & Guesthouses
Die ideale Reisezeit für einen Kerala Urlaub ist im Winter, von November bis Februar, wenn das Wetter angenehm, trocken und perfekt für Sightseeing, Strände, Backwaters und kulturelle Highlights ist. Im November gab es auf unserer Reise gelegentlich Schauer am Nachmittag.
Kerala liegt im Südwesten Indiens, direkt an der Arabischen See. Der Bundesstaat erstreckt sich entlang der tropischen Malabarküste und gilt als einer der grünsten und landschaftlich vielfältigsten Teile des Landes. Diese Lage zwischen Meer und Bergen macht Kerala einzigartig.
Absolut, Kerala gilt als einer der sichersten Bundesstaaten Indiens für Frauen, auch für Alleinreisende. Aus eigener Erfahrung auf all meinen Reisen seit der Gründung von Generation World fühlt sich das Reisen hier deutlich entspannter an als in vielen anderen Regionen des Landes. Ein wichtiger Grund dafür liegt in der Gesellschaft selbst: Frauen haben in Kerala einen höheren Stellenwert, sind im Durchschnitt besser gebildet und stärker im öffentlichen Leben präsent als anderswo in Indien.
Kerala ist ein sehr günstiges Reiseziel. Mit ca. 20€/Nacht im Doppelzimmer mit eigenem Bad und zwischen 1€ und 5€ pro Mahlzeit kannst du einen mittleren Standard erwarten. Wie meistens geht es immer günstiger, aber auch deutlich teurer. Wenn du es dir gutgehen lässt, sind maximal 30€ pro Tag und pro Person ein angemessener Richtwert.
Eine erholsame Reise passte zuvor für mich so wenig mit Indien zusammen wie Nutella mit Masala Dosa. Doch Kerala in Indien hat mich eines Besseren belehrt. Indien muss nicht überfordernd, aufdringlich und schockierend sein. Deshalb möchte ich dir hier die schönsten Ecken des südindischen Bundesstaates zeigen – von authentischen Kulturerlebnissen bis hin zu kulinarischen Geschmacksexplosionen der Kerala-Cuisine. Masala Dosa mit Nutella war zwar nie dabei. Aber vielleicht schmeckt diese extravagante Combo ja gar nicht mal so übel…

Nordindien vs. Südindien: Ist Kerala das richtige Reiseziel für dich?
Es war nicht mein erstes Mal in Indien. Und trotzdem – oder gerade deswegen – hatten mich im Vorhinein Ängste umtrieben. Große Ängste. Nur ein Jahr nach unserer Nordindien Reise (zum Nordindien Blogbeitrag), die von Pech und Unfällen gezeichnet war, kehrte ich zurück. Zunächst nicht mit Henrik, sondern mit meiner Mama. Ich hätte jeden Menschen, der das prognostiziert hätte, für verrückt erklärt. Die Geschichte schien sich zunächst fortzusetzen. Denn ein zweites Mal wurde mein eVisum abgelehnt. Nicht nur aus diesem Grund war ich mehrmals kurz davor, alle Indien Pläne über Bord zu werfen.

Podcast zum Thema
Welch ein Glück, dass ich es nicht getan habe. Es war Liebe auf den zweiten Blick. Über den Südindien Trip in der Retrospektive, über das Reisen mit meiner Mama und über die Unterschiede zwischen Nordindien und Südindien, sprechen wir in dieser Podcast-Folge. Hör-Pflicht!
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Ein Kerala Urlaub ist definitiv eine gute Wahl für dich, wenn du das erste Mal nach Indien reist und dir zunächst nicht die volle Dröhnung geben möchtest. Die Locals sind in der Regel wesentlich zurückhaltender, aber nicht minder gastfreundlich. Zwar liegen auf dieser Route nicht die monumentalen kulturellen Bauwerke wie im Goldenen Dreieck, dafür bietet Südindien aber weitaus mehr Natur und Strände, die die wenigsten von Indien erwarten.
3 Tipps für deine Rundreise durch Kerala in Indien
Routenplanung
In Anlehnung an das Goldene Dreieck im Norden, taufe ich unsere Kerala Route „das Grüne Dreieck“. Fort Kochi, Alleppey und Munnar lassen sich perfekt als Rundreise kombinieren. Die Richtung kannst du dir nach Belieben aussuchen. Von A nach B kommst du entweder low budget per KSRTC Bus, der allerdings trotz des höheren Standards in Kerala wenig Komfort bietet, oder per flexiblem Privattransfer. Die Strecke von Kochi oder Alleppey nach Munnar kostet zwischen 4.000 und 4.400 Rupies. Wenn du mit mehreren Personen reist, ist auch diese Variante erschwinglich.
Ausflüge
Wie so häufig, bewährt sich auch in Kerala in Indien die Reisetaktik, Ausflüge und Aktivitäten vor Ort zu arrangieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass insbesondere die Hosts der Unterkünfte die besten Kontakte (ein Freund eines Freundes) an der Hand haben, um Südindien abseits ausgetretener Pfade auf authentische und nachhaltige Weise zu erkunden. Das betrifft vor allem die Backwaters in Alleppey.
Rupies abheben
An einigen ATMs in Kerala kannst du ohne Gebühren der Fremdbank indische Rupies abheben. Extrem wichtig, denn die Maximalsumme beträgt meist nicht einmal umgerechnet 100 Euro. Die Automaten der Federal Bank haben ein breites Netzwerk – selbst am Flughafen zahlst du zum Abheben keine Gebühr.
Insider-Tipp:
Achte unbedingt darauf, dass du mit einer Kreditkarte reist, die ebenso gebührenfreies Abheben und Bezahlen erlaubt.
Wir nutzen seit Jahren die Genial Card der Hanseatic Bank* und können dir diese kostenfreie Karte uneingeschränkt zum weltweiten Reisen empfehlen. So auch für Indien. Damit kannst du weltweit kostenlos Bargeld an Automaten abheben und bezahlen. Richtig nice: Du kannst dein bestehendes Girokonto verknüpfen und musst kein neues eröffnen!

Fort Kochi: Culture Clash & Foodie Paradies in Kerala in Indien
- 2 Tage
Unsere Kerala Reise beginnt in der größten Stadt des südindischen Bundesstaates, in Kochi, deren am Meer gelegene Altstadt Fort Kochi heißt. Auf dieser Halbinsel erwartet dich das, was ich als Inbegriff eines kulturellen Schmelztiegels bezeichnen würde – ein bunter Cocktail voller unerwarteter, irrer Eindrücke. Portugiesische und niederländische Kolonialarchitektur trifft auf Chinesische Fischernetze, heilige Hindu-Figuren auf David-Sterne im jüdischen Viertel, hippe vegane Cafés mit Yoga-Gärten auf fangfrischen Fisch an der Straße.


Wenn du nicht gerade eine größere Bootstour oder die Besichtigung der historischen Kirchen und Museen anstrebst, reichen ein bis zwei Tage in Fort Kochi auf deiner Rundreise durch Kerala in Indien vollkommen aus, um den einzigartigen Vibe zu erleben. Und wenn dir die Zeit zu Beginn nicht genug war, hast du spätestens am Ende nochmal die Möglichkeit in der quirligen Altstadt voller bunter Fassaden und Grünpflanzen vorbeizuschauen.


Highlights in Fort Kochi
- Durch die Princess Road, die Burger Street und die Gassen rundherum schlendern
- Mattancherry und Jew Town erkunden, das aus zwei verkehrsfreien Gassen mit verwinkelten Innenhöfen, jüdischen Geschäften und einer Synagoge besteht.
Tipp: Ginger Lime Soda im Ginger House probieren! - Fischer mit traditionellen Chinesischen Fischernetzen an der nördlichen Uferpromenade beobachten – am schönsten zum Sonnenuntergang (im November ist es am Nachmittag allerdings häufig trüb).
- Restaurantempfehlungen: Kochi Kapital Kafé zum Frühstücken, Loving Earth Café für frische Bowls, Plan B für Bier und Cocktails.
Unsere Unterkunft in Fort Kochi:
Annies Inn Homestay auf Booking.com*
Munnar: Zwischen Teebergen & wilden Elefanten in Kerala in Indien
- 4 Tage
Die Reise durch Kerala in Indien führt vom Meeresspiegel serpentinenartig immer weiter gen Wolken, während die Umgebung grüner, grüner und nochmal grüner wird, bis du schließlich die Hauptstadt des Tees und Kardamom erreichst: Munnar. Auf knapp 1.600 Metern herrscht hier ein gänzlich anderes Klima als an der tropisch-heißen Küste. Vergiss also nicht, eine dünne Jacke und Trekkingschuhe einzupacken. Denn die werden hier mit Sicherheit geschnürt! Die Landschaft rund um die unscheinbare, hektische, eben typisch indische Stadt Munnar wirkt wie ein Mix aus surrealen grünen Hügeln wie aus der Fantasiewelt der Teletubbies und dichten Nebelwäldern aus einer National Geographic Doku.

Munnar zählt nicht zu den touristischsten Orten in Kerala in Indien – zumindest nicht bei ausländischem Publikum. Entsprechend kommt es gelegentlich vor, dass kein Englisch verstanden und gesprochen wird. Da es von Tee-Tastings über Wanderungen bis hin zu wilden Elefanten allerhand zu erleben gibt, solltest du hier unbedingt mehrere Tage einplanen.
Highlights in Munnar
Individuelle Jeep Tour
Gemeinsam mit Sharavan – ein Guide, den wir über unsere Unterkunft empfohlen bekamen – waren wir von früh bis spät im Umland unterwegs. Nach dem Besuch des örtlichen Tee-Museums inkl. ausgiebigem Tee-Tasting, einer Führung durch einen Ayurveda-Garten folgte der abenteuerliche Part des Programms.
Inmitten des dichten, feuchten, beinahe unbewohnten Waldes stoppten wir am Fuße malerischer Wasserfälle, krabbelten überraschenderweise durch ein Höhlensystem und legten uns dann am Flussufer im Dorf Anakulam auf die Lauer. Ehrlicherweise mit Dutzend anderen Schaulustigen. Hier kommen nämlich regelmäßig wilde Elefanten zum Feierabend-Drink hin. An diesem Abend ließen sie sich Zeit. Ich mutmaßte, dass sie vom lautstarken Verhalten der indischen Besucher abgeschreckt seien – doch das scheinen sie gewöhnt zu sein. In der abendlichen Stockfinsternis zeigte sich eine Mama mit ihrem Jungen.
💰 Kosten: ca. 6.000 Rupies für 2 Personen (inkl. Wagen & Eintritte)
📲 Kontakt: Back Road Tours | +91 94461 30784


Wanderung durch die Teeplantagen
Du musst nicht weit gehen, um dich mitten in von Teebäumen umsäumten Tälern zu befinden. Doch nicht alle Plantagen sind fotogen und die meisten davon in Privatbesitz. Noch dazu sind die bekannten Spots mitunter stark besucht und nicht so idyllisch, wie du dir es vielleicht erhoffst. Dank unserem Host Roney (Landy Queen auf Booking.com*) fanden wir eine Wanderung genau nach unserem Gusto: unbekannt, super ruhig und authentisch. Die Teearbeiterinnen nahmen sich am Wegesrand im Schatten eine wohlverdiente Pause in der brütenden Mittagssonne.
Da auch diese Gegend in Privatbesitz ist, möchte ich den genauen Standort an dieser Stelle nicht teilen. Stattdessen empfehle ich dir, ein Zimmer bei Roney zu buchen und dir von ihm dem Tipp einzuholen.


Ayurveda Massage
Nach diesen abenteuerlichen Aktivitäten ist Entspannung fällig. Wie könnte das besser gehen, als bei einer traditionellen Ayurveda Massage? Wir gönnten uns eine 90-minütige Kizhi-Behandlung bei der mit Kräutern gefüllte heiße Baumwollsäckchen auf den Körper gehauen werden. Das Zimmer erweckte den Eindruck, ich beträte ein Arztzimmer aus den 40ern, das angepriesene Dampfbad sah auf den ersten Blick aus wie eine Foltermaschine. Doch spätestens als ich mit meinem schicken, überdimensionierten Einmal-Schlüpper auf der Liege lag, vergaß ich diese Assoziationen und ließ mich ein auf diese ungewöhnliche Massage-Erfahrung.


Insider Tipp: Gewürze auf dem Munnar Town Market
Kardamom in allen Formen und alle erdenklichen Gewürze gibt’s am besten an Stand 6 des lokalen Marktes in Munnar. Hier kaufen die Locals. Und das bedeutet: gute Qualität zu niedrigen Festpreisen. Um die Shops der Ayurveda-Gärten solltest du einen großen Bogen machen.
Unsere Unterkunft in Munnar:
Landy Queen auf Booking.com*
Alleppey: Naturnahe Tour durch die Kerala Backwaters
- 3 Tage
Lautlos gleitet das hölzerne Kanu, in dem wir auf dürftig zusammen genagelten steinharten Bänken sitzen, durch die engen verwinkelten Wasserstraßen der Kerala Backwaters. Ich beobachte wie ein Kingfisher behände auf einer Stromleitung landet. Unter ihm eine Frau, die zwischen Palmen gerade das Geschirr vom Frühstück im Süß-Salzwasser-Gemisch wäscht, und ein hagerer Mann mit Tuch um die Hüften, der die Wäsche in selbigem Wasser auf einem Stein ausklopft.

Wer an Kerala in Indien denkt, dem kommen höchstwahrscheinlich die berühmten Bilder von Hausbooten in den Kerala Backwaters in den Sinn. Auch wenn der Gedanke, auf dem Wasser zu übernachten, verlockend klingt, existieren heute weitaus sinnvollere Methoden, die faszinierenden Backwaters zu erkunden. Denn die großen Hausboote sind nicht nur schädlich für die Umwelt und das fragile Ökosystem, sie kommen auch nicht durch die engsten Wassergassen. Nicht dorthin, wo das echte und wirklich spannende Leben stattfindet. Zudem stören die motorisierten Boote in den Kerala Backwaters die Idylle und verscheuchen Vögel.


Unser Host Francis vermittelte uns daher eine Halbtagestour mit dem Kanu. Zunächst landeten wir auf einer lokalen Fähre, ein altes, verrostetes Schiff, das hierzulande keine TÜV-Prüfung bestehen würde und als eine Art Wasserbus agiert. Ein Mann hielt mir einen großen Sack voller Gemüse entgegen, den ich unbedingt unserem Captain übergeben soll. Und der nahm uns an einem der vielen Anleger an der „Hauptstraße“ der Backwaters in Empfang. Jacob brachte uns zunächst zu seinem Freund Kathoo, der uns ein Frühstück aus Kokosraspeln mit Reismehl, einem Curry und einem überzuckerten Chai servierte.


Zu sechst krabbelten wir anschließend in das wackelige Kanu und Jacob begann am Heck leise zu singen, während er in meditativer Stille das Paddel sanft ins Wasser stach. Zwischen Schulen, Kirchen und Tempeln funkeln hin und wieder überraschend moderne Resorts und Villen hervor. Jacob wechselte immer wieder zwischen Pfeifen, Singen und Schulstunden in teils schwer verständlichem Englisch. Sein Gesicht wurde dauerhaft von einem tief zufriedenen Lächeln gezeichnet, das ansteckend ist. Gerade als der Himmel seine Pforten öffnete, betraten wir wieder festen, nun matschig werdenden Boden.

Diese Kanu Tour durch die Kerala Backwaters war ein extrem authentisches Erlebnis, bei dem ich sofort gemerkt habe, dass das (wenige) Geld, das wir hierfür bezahlen, wirklich bei den Locals ankommt. Wer eine kulturnahe, ruhige und nachhaltige Variante sucht, dem kann ich diese Tour nur ans Herz legen.
💡 Meine gute Freundin Jess von freigereist hat mich zu dieser Tour inspiriert. Für weitere Eindrücke lies ihren Artikel zur Alleppey Backwater Tour.
💰 Kosten: viel zu günstige 1.000 Rupies pro Person (inkl. Frühstück und Mittagessen)
Weitere Highlights in Alleppey
Abstecher zum Marari Beach
Eine rund 20-minütige Tuktuk-Fahrt von Alleppey entfernt, befindet sich im Dorf Marari der gleichnamige Strand mit absolut paradiesischen Zügen. Ein paar Stunden lassen sich hier entspannt verbringen.

In einem Homestay übernachten und Sadhya essen
Was anderswo Hotelresorts sind, reiht sich in Alleppey ein Homestay an das nächste. Eine hervorragende Methode, das Leben „ganz normaler“ Bewohner Keralas kennenzulernen. Wir kamen bei Francis unter, dessen zwei Söhne für eine Krankenpflegeausbildung in Deutschland gerade deutsch lernen. Seine stets lachende Frau bereitete für uns am letzten Tag das typische (vegetarische) Kerala Gericht Sadhya zu, das klassischerweise zur Mittagszeit zu den feierlichen Anlässen auf Bananenblättern serviert wird. Bring auf jeden Fall eine Menge Hunger mit, denn Reis wird kontinuierlich nachserviert.
Unser Homestay in Alleppey:
Venitia Homestay auf Booking.com*
Weiterreiseoptionen in Kerala in Indien
- Goa: Mit dem Zug reisten wir im Anschluss an unsere Kerala Rundreise von Kochi in den von Traumstränden und ungezügelten Hippie Vibes geprägten Bundesstaat Goa – um genau zu sein ins Örtchen Agonda.
- Varkala: Alternativ kannst du auch in Kerala ein paar Tage Strandurlaub einplanen. Der Strand von Varkala soll nicht ganz so paradiesisch wie die in Goa sein, aber mit weniger Zeit keine verkehrte Wahl.
- Bangalore: Wenn es dich eher in die Großstadt zieht, liegt ein Besuch des indischen Silicon Valleys relativ nah.
- Sri Lanka: Mit der Fähre kannst du vom an Kerala angrenzenden Bundesstaats Tamil Nadu auch nach Sri Lanka übersetzen.

Meine Erfahrung: Als Frau durch Kerala in Indien
Es war ein ungewohntes Bild, sodass ich beinahe ins Zweifeln geriet, ob wir wirklich soeben in Indien gelandet waren. Beim Austritt aus dem Flughafengebäude in Kochi sprach uns kein Taxi-Fahrer an, wir wurden nicht belagert, nicht gemustert. Zwei blonde Frauen mit schweren Rucksäcken auf Rücken und Bauch. Während ich auf unserer Nordindien Reise im Beisein von Henrik von einigen Männern wahlweise angefasst oder mit zugewandtem Rücken ignoriert wurde, begegnete ich in Kerala in Indien nicht einer unangenehmen Situation, wenngleich mir ebenso wichtig ist zu sagen, dass nicht alle Männer in Nordindien fragwürdig mit Frauen umgehen.
Was ich dir aber dennoch mit auf den Weg geben möchte: Du kannst deine Bedenken getrost zuhause lassen, wenn du gerne als Frau durch Kerala in Indien reisen möchtest. Du bist in den allermeisten Regionen sehr sicher, kannst auch mal schulter- und kniefreie Kleidung tragen und wirst in einem natürlichen Umgang mit Respekt behandelt, wenn du entsprechend andersrum auch Respekt zeigst.
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P.S. Wir trinken gerne Wein beim Schreiben 😉
Herrlich! Ehrlich?
Kerala in Indien bringt meiner Ansicht nach alle Zutaten mit, was eine ausgewogene und trotzdem intensive Reise braucht: offene, gastfreundliche Menschen, die es lieben, dir ihre Kultur und Lebensweise zu zeigen, naturnahe Aktivitäten, die auch mal ohne Handyempfang stattfinden, die Möglichkeit, Entspannung mit Abenteuer und Inland mit Küste zu kombinieren – und natürlich eine Küche, die allzeit bereit ist, eine Geschmacksexplosion in deinem Gaumen auszulösen. Sowohl für Hardcore Backpacker als auch für Kulturinteressierte mit etwas größerem Komfort und Geldbeutel ist Kerala in Indien ein Reiseziel, das wenige Wünsche offenlässt.

Ich fühle mich wie in einer benebelten Verliebtheitsphase, in der man partout blind für Schwächen zu sein scheint – wäre da nicht die Erinnerung an die Tausend verlorenen Nerven vor der Reise und die Tatsache, dass ich aus unbekannten Gründen für jede Rückkehr nach Indien einen papierreichen Besuch beim Konsulat vor mir habe, der mich mehr kostet, als eine Woche in Kerala zu übernachten. Und das für den Rest meines Lebens. Ob ich deshalb nie wieder nach Indien reisen werde? Ich bezweifele es.
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Hannah
Hey, ich bin Hannah - Gründerin von Generation World, meinem Herzensprojekt. Meine Idee von Generation World entstand intuitiv und ist mittlerweile zu einem Teil meiner Berufung geworden. Das Schreiben über unsere Reisen bedeutet für mich Kreativität und Freiheit. Deshalb bin ich richtig glücklich darüber, 2021 mein erstes Buch, Pachamama - Reise ins Unbekannte, veröffentlicht zu haben.
Wäre doch viel zu schade, wenn ich all die Erlebnisse nur für mich behalte, oder? Also komm mit uns auf Reisen!



